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Robin Hummel, M.A.

Robin Hummel

Vita

Geboren 1998 in Villingen-Schwenningen; 2017 Abitur am Schwarzwald-Gymnasium in Triberg; WS 2018/19–SoSe 2022 polyvalenter Zwei-Hauptfächer-Bachelorstudiengang Geschichte und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Universität Leiden; B.A.-Arbeit zum Thema „Probleme in der frühmittelalterlichen Grundherrschaft im Breisgau – Eine Forschungstheorie auf dem Prüfstand“; 2023 Auszeichnung der B.A. mit dem Förderpreis der Gesellschaft für Agrargeschichte

WS 2022/23–SoSe 2025 interdisziplinärer Masterstudiengang Mittelalter- und Renaissancestudien mit Schwerpunkt Geschichte und Germanistik. Masterarbeit zum Thema: „Ein Konflikt im Spiegel seiner Urkunden. Der Prozess um Reichsflandern vor dem königlichen Hofgericht Rudolfs von Habsburg“.

2021–2025 Stipendiat Studienstiftung des deutschen Volkes; im Sommersemester 2025 Masterstipendiat der Stiftung Bavaria an der Philosophischen Fakultät Freiburg.

WS 2020/21–SoSe 2025 Hilfskraft am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte I und Abteilung Landesgeschichte; SoSe 2022–SoSe 2025 wissenschaftliche Hilfskraft beim Projekt „Badisches Klosterbuch“. WS 2025/26 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Mittelalterliche Geschichte I, Abteilung Landesgeschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Seit Januar 2026 Promotionsstudium, gefördert durch ein Stipendium der Gerda Henkel Stiftung.


☎0761 203 97516

 

Promotionsprojekt

Kommunikation, soziale Beziehungen und wirtschaftliche Struktur eines Zisterzienserinnenklosters: Marienau bei Breisach (ca. 1250-1525)

(Arbeitstitel, betreut durch Prof. Dendorfer)

Das Promotionsvorhaben widmet sich dem Zisterzienserinnenkloster Marienau bei Breisach, das trotz eines umfangreichen, größtenteils unedierten Quellenbestands bislang nicht eingehend untersucht worden ist. Der Konvent, Tochterkloster der Abtei Lützel und erstmals 1265 in einem Inkorporationsgesuch des Basler Bischofs – des damaligen Stadtherrn von Breisach – bezeugt, fungierte aufgrund seiner Lage am Übergang zwischen Elsass und Breisgau als Scharnier zwischen dem links- und dem rechtsrheinischen Raum. Den Abschluss des Untersuchungszeitraums bildet die Aufhebung des Klosters im Bauernkrieg 1525. Die ungeklärten Gründungsumstände und die geistliche Betreuungssituation des Klosters berühren übergreifende Fragen nach der Struktur des Lützeler Filiationsnetzes, nach der oberrheinischen (Frauen-)Klosterlandschaft und nach der Rolle des Basler Bischofs darin. Ziel der Arbeit ist es, den Konvent und seine Nonnen in ihrer Umwelt zu verorten. Untersucht werden dazu die Kommunikationskreise und sozialen Netzwerke des Klosters, das Verhältnis zur männlichen Seelsorge und Klosterverwaltung sowie die wirtschaftliche Organisation der Gemeinschaft. Im Zentrum stehen die Handlungsspielräume (agency) der Konventualinnen im Spannungsfeld von Klausur und Außenwelt, die durch eine an den Nonnen orientierte Auswertung der Überlieferung und eine kritische Analyse der pragmatischen Schriftlichkeit des Klosters erschlossen werden sollen.

Publikationen

I. Aufsätze:

(3) Eine Spurensuche zur Predigt über die hl. Ursula in der Hs. 27 des Erzbischöflichen Archivs Freiburg, in: Mittelalter. Interdisziplinäre Forschung und Rezeptionsgeschichte [in Vorbereitung].

(2) Zur Verhandlung von vier Thesen aus Meister Eckharts deutscher Predigt 6 in Köln und Avignon 1326–1329, in: Meister-Eckhart-Jahrbuch 20 (2026), [in Vorbereitung].

(1) Probleme mit dem Konzept der Grundherrschaft im frühmittelalterlichen Breisgau, in: Zeitschrift des Breisgau-Geschichtsvereins „Schau-ins-Land“ 142 (2023), S. 7–25.

II. Tagungsberichte: 

(1) Ländliche Siedlung und Dorfgenese am Oberrhein. Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt im Mittelalter, in: H-Soz-Kult, 17.01.2023